Als Selbstversorger durch die nächste Finanzkrise

Nur wenige Jahre sind seit der vorigen Finanzkrise vergangen und so mancher Staat in Europa scheint sie noch längst nicht überwunden zu haben. Während sich Deutschland eine Konjunktur gönnt, die vor allem auch den zwei höchsten Jahresverschuldungen der bundesdeutschen Geschichte geschuldet ist, stehen andere Länder Europas kurz vor dem Staatsbankrott. Der Wechselkurs des Euros steht im direkten Vergleich mit dem US-Dollar nicht schlecht da, was aber vor allem auch an der Schwäche des Dollars und der Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten liegt. Ratingagenturen setzen die Zahlungsfähigkeit Griechenlands auf Ramschniveau und ein Rettungspaket folgt dem nächsten.

Wer in diesen Zeiten über ein solides Konzept der Altersvorsorge nachdenkt, mag schier verzweifeln. Wie soll man einer Bank das eigene Vermögen über Jahrzehnte hinweg anvertrauen, wenn nicht einmal gewährleistet ist, dass unsere gemeinsame europäische Währung die kommenden Jahre überlebt? In Zeiten, in denen Staaten, mit denen wir unsere Zahlungsmittel teilen, kurz vor der Pleite stehen ist jede längerfristige Geldanlage für den Ruhestand einem Glücksspiel nicht unähnlich.

Wie könnte eine finanzielle Absicherung des Alters aussehen, die sich von all den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten kommender Krisen lossagt? Ein interessanter Gedanke ist die Option (so weit wie es unsere Gesellschaft zulässt) zum Selbstversorger zu werden. Basis dieser Idee ist zunächst einmal ein eigenes Haus. Was man auf der Ausgabenseite spart, wird auf der Einnahmeseite nicht mehr benötigt. Wer keine Miete mehr zu bezahlen braucht, der kann den Fragen nach künftigen Steigerungen der Rentenbeträge im Kontext einer bevorstehenden Inflation gelassener entgegensehen. Noch gibt es gute Garantien auf Photovoltaik Vergütungen und ein Haus, das über ein geeignetes und unverbautes Süddach verfügt, kann zu einem nicht unerheblichen Nebenerwerb werden und die Finanzen im Rentenalter aufbessern. Der Arbeitsaufwand als Einspeiser ist äußerst gering und kann auch im fortgeschrittenen Alter noch gut bewältigt werden. Der bevorstehende Ausstieg aus der Atomenergie lässt erwarten, dass auch in den nächsten Jahrzehnten jede Energielieferung willkommen sein wird, was sich dann durchaus auch in den zukünftigen Vergütungen widerspiegeln mag.

Wer schon beim Hausbau in moderne Technologien investiert, der kommt den gewünschten Schritten zum krisensicheren Selbstversorger ein paar weitere Schritte näher: Mit Erdwärme lassen sich die Heizkosten über Jahrzehnte hinweg einsparen und wer das Regenwasser sammelt, beugt steigenden Kosten der Wasserversorger entgegen. Ein eigener Garten schont nicht nur die Haushaltskasse, sondern schafft auch Gewissheit, von künftigen Lebensmittelskandalen verschont zu bleiben.