Altersvorsorge

Wer auch im Alter einen akzeptablen Lebensstandard haben will, benötigt eine private Altersvorsorge. Die gesetzliche Nettorente wird immer dürftiger und beträgt schon heute durchschnittlich weniger als 70 Prozent des vorherigen Nettolohns. Besonders sinnvolle Möglichkeiten sind die Riesterrente und die Rüruprente, da diese Zulagen bzw. Steuerersparnisse bieten.

Rüruprente
Der große Vorteil der Rüruprente, auch „Basisrente“ genannt, liegt in den Steuervergünstigungen. Im Jahr 2010 sind 70 Prozent der Beitragszahlungen von der Steuer absetzbar. Dieser Anteil steigt jährlich um zwei Prozent. Somit sind im Jahr 2025 100 Prozent der Beitragszahlungen steuerfrei. Zusätzlich kann eine eingeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung steuerlich abgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Anteil der Beitragszahlung in die Berufsunfähigkeitsversicherung bei unter 50 Prozent bleibt. Selbstständige und weitere Berufsgruppen, die keine Riesterrente abschließen können, sollten sich unbedingt für die Rüruprente entscheiden. Nur dann können sie von einer umfassenden staatlichen Unterstützung in Form von Steuerersparnissen profitieren.

Riesterrente
Zum Abschluss einer Riesterrente berechtigt sind unter anderem alle Berufstätigen, die gesetzlich rentenversichert sind. Diese können sich mit einem Riestervertrag an vielen Privilegien erfreuen. Bei dieser Variante der Altersvorsorge sind sowohl jährliche Zuschüsse als auch Steuervergünstigungen möglich. Bei den möglichen Zuschüssen handelt es sich um die jährliche Grundzulage von 154 Euro und der Kinderzulage von 185 Euro (300 Euro für ab 2008 Geborene).

Das Finanzamt entscheidet, ob der Kunde statt den Zuschüssen Steuervergünstigungen erhält. Dazu führt das Finanzamt eine sogenannte „Günstigerprüfung“ durch. Das heißt, dass der Versicherte die Steuererstattung nur bekommt, wenn die mögliche Steuerersparnis die Zulage(n) übersteigt. Der Betrag, der über die Zulage(n) hinausgeht, wird vom Finanzamt erstattet.