Bonitätsabhängige und Bonitätsunabhängige Kreditangebote

Wer in einer Filialbank oder im Internet einen Kredit aufnehmen möchte, kann sich die Zinsangebote der verschiedenen Anbieter anschauen und bekommt dort oftmals einen bestimmten effektiven Jahreszins geboten. Dabei ist es natürlich sehr wichtig, ob der Zinssatz bonitätsabhängig oder bonitätsunabhängig bestimmt wird, denn dies bringt gravierende Unterschiede mit sich. Genau diese Unterschiede sollen nun etwas genauer erklärt werden, damit ein potenzieller Kreditnehmer weiß, was die Bonitätsabhängigkeit der Zinsen für Effekte auf die tatsächlichen Kreditkosten hat.

Bonitätsunabhängige Kredite bieten bei jeder Bonitätsstufe die gleichen Zinsen

Wenn eine Bank ein bonitätsunabhängiges Darlehen zur Verfügung stellt, dann wird der Zinssatz nicht in Abhängigkeit von der Bonität des Kunden erhoben. Dies bedeutet nicht, dass man auf eine SCHUFA-Auskunft verzichtet, sondern lediglich, dass ein geringeres Einkommen nicht automatisch zu einem höheren Zinssatz führt. Dies ist bei den bonitätsabhängigen Krediten durchaus der Fall, denn dort gelten bestimmte Mindestzinssätze nur für diejenigen, die ein sehr hohes Einkommen und damit eine hohe Bonität aufweisen. Bei allen anderen steigt der tatsächliche Zinssatz entsprechend an, so dass aus 5,50% p.a. in der Werbung später gut und gerne 10% p.a. werden können. Weitere Informationen zu Krediten finden Sie auch auf Online-Finanz.info

Repräsentative Beispiele zeigen wahrscheinliche Zinsen

Seit Juni 2010 gilt EU-weit jedoch eine Verbraucherkreditrichtlinie, nach der die Anbieter ein repräsentatives Beispiel für eine Kreditvergabe veröffentlichen müssen. Der dort angegebene Zinssatz muss für mindestens 2/3 aller Kreditanfragen maßgeblich sein, so dass auch bonitätsabhängige Kredite durchaus transparenter geworden sind. Oftmals wird zudem auch die Zinsspanne angegeben, innerhalb derer bonitätsabhängige Kreditangebote gelten. Wer also über ein niedriges Einkommen verfügt und damit eine entsprechend schwache Bonität aufweist, sollte sich eher in Richtung des möglichen Höchstzinssatzes orientieren, wenn er die Kosten für einen bestimmten Kredit in Erfahrung bringen möchte.

Beide Kreditarten haben ihre Vorteile

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass beide Kreditarten durchaus ihre Berechtigung haben und je nach eigener Situation besonders vorteilhaft sind. Wer beispielsweise über eine Top-Bonität verfügt, liegt mit einem bonitätsabhängigen Kredit auf jeden Fall besser, denn die niedrigsten Zinssätze dort liegen oftmals unter den bonitätsunabhängigen Zinsen anderer Anbieter. Weist man hingegen eine recht schwache Bonität auf, ist ein bonitätsunabhängiger Kredit im Regelfall die interessantere Lösung, denn dort bekommt man einen guten Durchschnittszinssatz geboten und spart somit unter dem Strich sicherlich Geld ein. Wenn auch Sie Ihren Kredit möglichst günstig gestalten möchten, sollten Sie sich die verschiedenen Optionen genau anschauen und sich Ihre eigene Bonität vor Augen führen, denn so finden Sie letztlich auch die beste Lösung für sich selbst.