DAX schließt Woche im Minus – Anleger besorgt um US-Konjunktur

Der Aktienmarkt konnte sich nach der Euro-Krise in den letzten Monaten zwar gut erholen, jedoch scheint diese Entwicklung trotz allem nicht sonderlich stabil auszufallen. Am Freitag hat der DAX nämlich noch einmal 0,6% verloren und notiert aktuell bei 6.209 Zählern, was binnen Wochenfrist einen Verlust von 0,1% ausmacht. Darüber hinaus verzeichnete auch der Stoxx50 für Europa ein Minus von 0,5% und zeigt ganz deutlich, dass die Anleger nicht sehr optimistisch in die nahe Zukunft blicken. Die Gründe dafür sind vielschichtig und werden nun einmal etwas detaillierter vorgestellt.

Die US-Konjunktur und der irische Bankensektor sind die Sorgenkinder der Anleger

Als Hauptgründe für diese Reaktion der Anleger werden allgemein die Sorgen um die US-Konjunktur und der irische Bankensektor genannt. So wurde der Konsumklimaindex für die USA von der Universität Michigan und Reuters veröffentlicht und zeigte den tiefsten Stand seit einem Jahr. Heinrich Bayer, Volkswirt bei der Postbank, ist der Ansicht, dass der Rückgang des Indexes insgesamt zwar recht klein ausfiel, aber in der Summe mit anderen schlechten US-Konjunkturdaten die Sorgen der Anleger neu entfachen konnte. Darüber hinaus ist auch noch der Stand der Kreditausfallversicherungen (CDS) für irische Staatsanleihen auf einen Rekordwert von 425 Basispunkten gestiegen, was die Angst vor einem Zusammenbruch des dortigen Bankenwesens beflügelte und bei den Anlegern teilweise offenbar panische Reaktionen hervor rief.

Finanzwerte waren europaweit die Verlierer an den Börsen

An den europäischen Börsen verloren Finanztitel nahezu flächendeckend, was der Rückgang des Stoxx-Branchenindex um 0,9% eindrucksvoll aufzeigt. Besonders hart traf es dabei natürlich die irischen Banken, denn der Kurs der Allied Irish Banks sank um fast 11% und die Bank of Ireland musste immerhin 5,3% Verlust beklagen. Vergleichsweise gering fielen die Kursverluste der Banken in Deutschland aus, wobei die Commerzbank mit minus 1,5% noch etwas besser abschnitt als die Deutsche Bank mit einem Rückgang um 1,8%. Es wird nun spannend, zu sehen, wie sich die Finanzmärkte in der nächsten Woche entwickeln und ob die Sorgen der Anleger wieder zerstreut werden können, denn sollte dies nicht der Fall sein, könnte sich die Talfahrt an den Märkten fortsetzen und den Börsen turbulente Zeiten bevorstehen.