Goldpreisrally geht weiter – auch der Euro setzt Höhenflug fort

Bereits seit Wochen kann man auf den Geld- und Kapitalmärkten beobachten, dass der Eurokurs mit schöner Regelmäßigkeit steigt und es somit dem Goldpreis gleichtut, der einen Rekordstand nach dem nächsten zu vermelden hat. Erst gestern berichteten wir über einen neuen Preisrekord und heute wurde die Höchstmarke erneut nach oben geschraubt, denn eine Feinunze Gold (ca. 31 Gramm) kostete zeitweise bis zu 1.349 Dollar und der Euro konnte mit einem Stand von 1,3859 Dollar schon gestern den höchsten Stand seit Februar 2010 vermelden. Die Dollarschwäche scheint sich aktuell durch nichts aufhalten zu lassen, denn auch eine weitere Senkung der Leitzinsen in Japan hat im Grunde nichts bewirkt und den Yen im Vergleich zum Dollar schnell wieder aufgewertet.

FED hat ebenfalls Anspielungen einer weiteren Lockerung der Geldpolitik gemacht

Durch die niedrigen Leitzinsen in Japan ist nach Meinung von Händlern die Risikobereitschaft der Anleger wieder etwas gestiegen. Zudem gab es erstmals auch wieder etwas positivere Nachrichten in Bezug auf die US-Konjunktur. Nach Ansicht des Devisenexperten Thomas Amend von HSBC Trinkaus beziehen die Anleger bereits die Erwägung der amerikanischen Notenbank FED, die Geldpolitik noch weiter zu lockern, in ihre Entscheidungen mit ein, was dem Dollar weitere Kursverluste bescheren dürfte. Für den japanischen Yen und auch den Euro könnte dieser Umstand wiederum weitere Kursgewinne mit sich bringen.

Anleger flüchten wegen Inflationssorgen weiterhin in Gold

Die Nachfrage nach Gold scheint weiterhin anzuziehen, weil sehr viele Anleger sich Sorgen um die Inflation machen, wie Händler berichteten. Darüber hinaus stehe die Weltkonjunktur nach wie vor nicht auf sicheren Beinen, so dass es auch entsprechende Ängste von Seiten der Anleger zu berichten gibt. Es wird immer spannender, zu sehen, wie lange die Goldrally noch dauert, denn je höher der Preis steigt, desto höher ist das Risiko für die Anleger, die noch mit auf den Goldzug aufspringen.