Welche Formen der Geldanlage sind für kurz- und mittelfristige Anlage geeignet?
Aufgrund der derzeitigen weltwirtschaftlichen Finanzmarktsituation wollen viele Anleger kurz- und mittelfristige Geldanlagen. Bei Anlagen mit einer Laufzeit ab 5 Jahren ist keine allzu hohe Flexibilität gegeben und die Zinsen sind nicht so attraktiv, dass man diese Nachteile in Kauf nehmen würde.
Bei einer kurzfristigen Geldanlage handelt es sich um eine Anlage, die täglich verfügbar oder, wenn überhaupt, mit einer kurzen Kündigungsfrist ausgestattet ist. Von einer kurzen Kündigungsfrist spricht man, wenn diese zwischen drei und sechs Monaten beträgt. Eine mittelfristige Anlage, ist eine Geldanlage, deren Laufzeit sich bei 1-3 Jahren einpendelt. Je nach Ausstattung kann die Laufzeit auch etwas länger sein, dann muss jedoch eine Flexibilität in Form von Kündigungen möglich sein.
Die derzeit beliebteste kurzfristige Geldanlage ist das sogenannte Tagesgeldkonto. Wer seine Gelder auf einem Tagesgeldkonto anlegt, der sollte den Begriff Wort wörtlich nehmen. Es ist ein Geld, das täglich verfügbar ist. Als Tagesgeld sollten Summen angelegt sein, die in nächster Zeit benötigt werden. Viele Anleger lassen ihre Gelder jedoch viel zu lange auf einem Tagesgeldkonto liegen. Hätten sie in derselben Laufzeit eine mittel- bis langfristige Anlage gewählt, hätten bessere Erträge erzielt werden können.
Ebenfalls zu den kurzfristigen Anlagen gehören Sparbücher, welche meist mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist ausgestattet sind. Auch das sogenannte Termingeld kann zur kurzfristigen Anlage genutzt werden. Anders als beim Tagesgeld ist ein Termingeld zu einem bestimmten Zeitpunkt fällig und kann verfügt werden. Wenn dies nicht passiert verlängert sich die Laufzeit automatisch. Natürlich gehört zu den kurzfristigen Anlagen auch ein Girokonto, da auch über dieses Guthaben täglich verfügt werden kann. Jedoch zahlen nicht alle Banken einen Zins auf ihren Girokonten. Liegt auf dem Girokonto also ein höherer, nicht benötigter Betrag, so ist eine Umbuchung auf ein Tagesgeldkonto sinnvoll.
Da man sich bei einer mittelfristigen Geldanlage für etwas längere Zeit an eine Bank oder ein Kreditinstitut bindet, zahlt sie hierfür auch höhere Zinsen. Zu den mittelfristigen Geldanlagen zählen Termin- oder Spareinlagen. Alle Banken haben hier unterschiedliche Angebote und sollten in Laufzeit, Flexibilität und vor allem Zinssatz vom Anleger überprüft werden. Ebenfalls wichtig ist, die Bonität des Emittenten zu prüfen. Von besonderer Bedeutung ist dies, wenn man nicht bei Banken, sondern bei Unternehmen sein Geld anlegt. Sogenannte Unternehmensanleihen können bei Banken erworben werden und haben, im Gegensatz zu Aktien, einen festen Zinssatz und eine feste Laufzeit. Man ist also nicht von Börsenkursen abhängig. Einziges Risiko ist, dass bei Fälligkeit der Anlage das Unternehmen zahlungsunfähig ist.
Bei allen Arten von Anlagen ist wichtig, sich ausführlich beraten zu lassen, dann findet jeder die für sich passende Anlage.
